Tuttlingen

Partnerschaft mit: Draguignan
Seit: 1989

Tuttlingens französische Partnerstadt liegt mitten in einer klassischen Ferienregion: Im Departement Var, dem südöstlichen Teil der Provence, am Fuße des hügeligen Malmont. Seit 1989 ist der Schüleraustausch ein selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil für die Tuttlinger Gymnasien. Feste Bestandteile im Programm der beiden Kommissionen sind die gegenseitigen Besuche der jährlichen Stadtfeste. Auch die närrischen Tage in Tuttlingen sind oft Anlass für französische Besuchergruppen. Das Stadtfest St. Hermentaire ist ohne Tuttlinger Beteiligung kaum noch denkbar. Alljährlich freuen sich zahlreichen Zuschauer über eine Musik- oder Maskengruppe aus der Donaustadt, die den traditionellen Blumenkorso bereichert. Einen Eindruck über den Blumenkorso vermittelten die Dracenois auch bei der 1200-Jahr-Feier in Tuttlingen. Fünf Personen reisten schon eine Woche vor dem großen Ereignis an und bauten für den historischen Umzug in tage- und nächtelanger Arbeit einen riesigen Blumenwagen mit 60.000 handgefertigten Papierblumen und 4.000 echten Nelken. Mehrfach wurde aber auch schon deutlich, dass die Partnerstädte nicht nur miteinander feiern können. So lud zum Beispiel der damalige Bürgermeister Max Piselli kurz nach dem Mauerfall Kinder aus Übersiedlerfamilien zu einem Ferienaufenthalt nach Südfrankeich ein. Im August 1990 starteten 26 Jugendliche im Alter zwischen sieben und 13 Jahren zu einem zweiwöchigen Besuch in der Partnerstadt und erlebten unvergessliche Tage in der Provence. Tuttlingen wiederum stand Draguignan nach einem der schwersten Unglücke in der Stadtgeschichte bei: 2010 kamen bei einer Flutkatastrophe in Draguignan mehrere Menschen ums Leben, zahlreiche Gebäude wurden verwüstet. Aus Tuttlingen gingen danach über 30.000 Euro an Spenden ein, die für den Wiederaufbau einer Schule verwendet wurden.